Gut gekämpft ist halb gewonnen

Da unsere Herren über Ostern spielfrei waren, nutzten die Tritonen die Zeit um mal wieder bei unserem Nachbarn aus Charlottenburg vorbeizuschauen. Auf dem Programm standen gleich drei Spiele, es war also für ordentliche Unterhaltung gesorgt, die die Erwartungen an das Wochenende entsprechend hoch steckte.

Als erstes stand am Donnerstag um 12 Uhr die B-Jugend Bundesliga mit TeBe – Carl Zeiss Jena auf dem Programm. Die Sonne schien schon früh, also entschied man sich zur entpannten Anreise per Fahrrad zum Mommsenstadion. Trotz der ungewohnten frühen Ansetzung fanden etwa 100-150 Gleichgesinnte den Weg und sahen ein solides Spiel, welches jedoch auch zeigte, warum der Veilchennachwuchs um den Klassenerhalt kämpft. Am Ball war man ebenbürtig, und auch die Abwehr stand recht ordentlich. Im Spiel nach Vorne war man jedoch zu gradlinig, die Bälle wurden zu selten qwer  gelegt, da man den Mitspieler zu selten sah oder er sich hinter dem Gegenspieler „versteckte“. Wenn man dann doch bis ganz nach vorne kam, zeigte der jenaer Torwart warum er Bundesliga spielt und hielt auch die gefährlicheren Bälle souverän.

Photo mit freundlicher Genehmigung von westendstadion.de

Am Ende stand die Punkteteilung durch ein gerechtes 0:0 und man muss in den verbleibenen 4 Spielen ganze 6 Punkte zum Nichtabstieg aufholen.

Weiter ging es am Freitag bei unserem Nachbarn im Grünen, dem SC Gatow. Dieses spiel war doppelt interressant, spielen doch einige gestandene Ex-SSVer inzwischen in Grün-Weiß.

Aufgrund des Zustandes des Rasens, verlegte der Schiedsrichter das Spiel vom Rasenplatz auf den benachbarten Kunstrasen, welches den mit 6€ ohnehin schon am oberen Berlinligalimit befindlichen Eintritspreis für viele zum blanken Hohn verkommen ließ, da die überwiegende Mehrheit am Platz sich mit Platzen in 4. oder 5. Reihe sowie dem Dach (!) des Kabinentraktes  sich mit einem Sichtbereich von 3-5m auf den Platz begnügen musste.

Mit freundlicher Genehmigung vom nodicemagazine.com

Auf dem kleinen Kunstgrün, welches durch den Sand eher an die physikalischen Eigenschaften eines Eisplatzes erinnerte, kam Tennis nicht richtig ins Spiel. Schnell lag man mit 2:0 zurück und musste mit diesem Rückstand auch den Weg in die Kabine bestreiten.

In der Halbzeit entschieden sich zahlreiche Anhänger sich anstatt weiterhin nix zu sehen auf die Tartanbahn zu stellen, um wenigstens von der zweiten Hälfte etwas mitzubekommen. Nun sah sich der Schiedsrichter mit der Frage konfrontiert, ob er die zweite Hälfte unter diesen Bedingungen anpfeifen sollte oder nicht, eine Frage die aufgrund der Defizite in der Infrastruktur schon vor der 1. Hälfte ganz klar mit nein zu beantworten gewesen wäre. Er entschied sich jedoch das Spiel für eine weitere viertel Stunde zu unterbrechen und darauf zu bauen, das sich die Situation mit der Zeit entschärft.

Dies gelang auch, und beide Teams begannen die 2. Halbzeit motiviert. Die Pause wurde anscheinend gut genutzt, und man sah eine interressante, kampfbetonte Kampfpartie. Lange sah es so aus, als ob Gatow das 2:0 sicher zu hause behält. Nachzwei Gelb-Roten Karten für die Heimmannschaft keimte jedoch wieder Hoffnung auf, die dann in der 90. und 95. Spielminute mit 2 Toren zum 2:2 Endstand belohnt wurde.

 Am Ostermontag sollte dann schließlich gefeiert werden – beim Heimspiel gegen den SV Empor begang TeBe den 110. Gründungstag und wollte mit Partystimmung und drei Punkten den Abend im Casino ausklingen lassen. Das Mommse war gur besucht, auch wenn der ein oder andere es beim vorabendlichen Geburtstagskonzert wohl zu gut gemeint hatte und den Weg ins Stadion noch nicht wieder antreten konnte.

Mit freundlicher Genehmigung vom NoDice Magazin

Das Spiel begann schnell und Empor nutzte die erste Chance in der 8. Minute um mit 0:1 in führung zu gehen. Danach gewöhnte sich unser A-Jugend Torwart, der für den in Gatow verletzten Stammkeeper einsprang, jedoch schnell an das Berlinliganiveau und TeBe kam immer besser ins Spiel. Leider ließ man zahlreiche Chancen liegen und musste in der 45. Minute noch das 0:2 hinnehmen, bevor es in die Kabinen ging.

Trotz der Ergebnismäßigen Parallelen zum Gatowspiel wurde das Spiel diesmal pünktlich fortgesetzt und man kam mit einer ordentlichen Portion siegeswillen zurück aus den Katakomben. Schnell erzielte man den 2:1 Anschlußtreffer, nur vier minuten später folgte das 2:2 und in der 69. schließlich sogar der Führungstreffer durch Tom Kirstein.

Ebenfalls mit freundlicher Genehmigung von nodicemagazine.com

Es ging jedoch muter weiter und Empor glich bereits Minuten später wieder aus. Und erhöte in der 80. Minute auf 3:4. Wer jetzt aber denkt das man sich nun aufgab, wurde zum Glück enttäuscht und stattdessen mit dem 4:4 von Taflan belohnt.

In der Tabelle ist TeBe jetzt auf dem 11. Platz mit 6 Punkten Vorsprung auf Hürriyet Burgund und muss weiterhin darauf achten, das der Abstand auf den Abstieg nicht zu klein wird.

 

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