Alemannia hielt sich beim 5:0 nur eine Halbzeit lang wacker

3. September 2012
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Der Eindruck täuscht: SSV-Torhüter Thorsten Wiese war gestern phasenweise ganz gut beschäftigt -   Im Hintergrund grüsst der neue Trikotsponsor

 

 

Die Spandauer begegneten Alemannia-Wacker mit Respekt und tatsächlich hielten sich die Alemannen in der ersten Halbzeit recht wacker,  hatten sogar etwas mehr vom Spiel. Dennoch konnte Özkan Inanc den SSV mit einem seiner gefürchteten Kopfbälle zeitig in Führung bringen. Nach einer knappen halben Stunde stand es bereits 2:0, nachdem ein Einwurf von einem Spandauer  auf Serkan Altin zurückgeköpft wurde und Altin durch den dicht bevölkerten Strafraum  ins lange Eck traf.

Die zweite Hälfte für Spandau wie gewünscht. Alemannia-Wacker drängte auf ein Anschlusstor und fiel nun dem schnellen und variablen Konterspiel des SSV zum Opfer. Mehmet Aydin verwandelte einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter, legte wenige Minuten später noch ein Tor nach und kommt nun auf 18 Treffer !

 

Der Link zum Video

Links Nart Kovulmaz, rechts neben den Alemannen Özkan Inanc (traf per Kopf zum 1:0) und Vincent Bautzki.

 

 

Serkan Altin (22) lässt sich für sein Tor zum 2:0 beglückwünschen, vorn Özkan Inanc (42).

 

Natürlich weckte die Rückkehr von Alemannia-Wacker an die Neuendorfer Str. Erinnerungen an die vorletzte Spielzeit, als der SSV trotz einer beachtlichen Aufholjagd am Ende wegen zwei fehlender Punkte den Weg in die Bezirksliga antreten musste.

Aus Spandauer Sicht damals sehr ungünstig, dass die von Murat Tik gerade neu formierte Mannschaft noch nicht richtig eingespielt war und einen holprigen Start in die Rückrunde hinlegte. Die ersten beiden Ansetzungen waren gegen Alemannia-Wacker, wobei das Spiel am 30. Januar am Wackerweg für den SSV 2:3 verloren ging. Bereits eine Woche später traf man sich erneut (zum Nachholspiel der 15. Runde). Diesmal (6. Februar) führten die Spandauer bis tief in die Nachspielzeit mit 1:0, als einem Alemannia-Spieler mit einem Sonntagsschuss doch noch das 1:1 gelang. Diese zwei unglücklich verlorenen Punkte könnten ein Vierteljahr später den Ausschlag gegeben haben, denn der Punkterückstand auf Alemannia-Wacker blieb bei – 18 Punkten, während er sich damals bei einem Spandauer Sieg auf – 15 verringert hätte.

Während die Alemannen nur noch 15 Pkte. aus 16 Spielen zusammen bekamen, holte der neuformierte SSV im gleichen Zeitraum 32 Punkte. Nach einem 7:2 auswärts bei Köpenick-Oberspree standen die Rot-Weissen erstmals über dem roten Strich, mussten dann aber im letzten Spiel gegen den späteren Berlin-Liga-Aufsteiger SC Staaken eine 2:4-Niederlage hinnehmen und den Abstieg in die Bezirksliga hinnehmen.

Soweit dieser kleine Abstecher in die jüngere Vergangenheit.

 

Der SSV spielte in folgender Aufstellung

Wiese – Inanc, Bautzki, Yüksel, Ates – Aydemir, Altin, Preuß (60. Akyüz), Badur (67. Pfingst) – Aydin, Kovulmaz (74. Bicen).

[ z.Z.:  95 ]

Tore:

  •  1:0  Inanc (16.)
  •  2:0  Altin (28.)
  •  3:0  Aydin (53., Foulelfm.)
  •  4:0  Aydin (58.)
  •  5:0  Asikoglu (77., Eigentor)

Mesut Aydemir (10) will noch einen Alemannen aussteigen lassen und wird im nächsten Moment gefoult.

Alemannia-”Urgestein” Martin Koohgilani (43)

 

Wieder ein Nachmittag, wie ihn die SSV-”Ultras” mögen …

 

In der anschliessenden Pressekonferenz erlebte man einen enttäuschten Wacker-Trainer Hans Minning, der sich für das Spiel offenbar mehr ausgerechnet hatte. Am Ende seiner Erläuterungen erklärte er den SSV zum Mitfavoriten um den Aufstieg. SSV-Trainer Murat Tik war stolz auf seine Truppe, weil sie in der zweiten Halbzeit die Räume nutzen konnte, die ihr die weit aufrückende Alemannia anbot. Sein Team hätte taktisch sehr gut agiert. Beim Thema Saisonziel versteht es Murat Tik immer wieder sehr geschickt, sich nicht auf irgendetwas festlegen zu lassen. “Unser Ziel bleibt intern, zwischen mir und der Mannschaft.”

Man könnte sagen: “Der Weg ist das Ziel” und diesen Weg gehen die SSV-Anhänger mit der Mannschaft gerne mit, weil er derzeit mit Erfolgen gepflastert ist und das Zuschauen einfach Spaß macht.

Ende der Pressekonferenz: “Hat noch jemand eine Frage ?”

 

Nein.  Die “Presseleute” haben keine Fragen mehr …

 

Die Tonverhältnisse bei dieser zweiten Pressekonferenz in der Landesliga waren verbessert, noch nicht richtig gut, aber deutlich lauter. Für die nächste Veranstaltung dieser Art wünschen wir uns, nein -  f o r d e r n  wir, dass die Moderatorin nicht wieder hinter riesigen 1,5 Ltr. – Flaschen versteckt wird. :-)

 

Daniela

 

 

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